Schwerverkehrszentrum Uri (SVZ)   30. April 2010



Es war mir wichtig für dieses Projekt eine Arbeit zu entwickeln in der die Form als eigenständiges Werk funktioniert und wahrgenommen werden kann. Ebenso sollte die Arbeit im Zusammenhang mit dem alltäglichen Geschehen eines Verkehrszentrums stehen und sich zum Aufladen von Symbolen und Werten eignen.

Der Ortsplan verführte mich dazu eine Skulptur zu erarbeiten deren Masse im Verhältnis zur Architektur des Schwerverkehrzentrums stehen. So ist eine Arbeit entstanden die aus 3 Einzelteilen besteht wobei jedes Teil circa 5 Meter hoch ist. Die äussere Form jedes Teils ist oval mit schlaufenförmiger Struktur und in der Mitte hohl. Diese schlaufenartige, ovale Form erinnert im gewissen Sinne an die Gestaltung der Parkanlage. Der mittlere leere Hohlraum lässt einerseits vieles offen, sollte aber auch Begriffe wie Portal, Durchgang, Freiheit, Durchfahrt, Tunnel usw. symbolisieren.

Ein Blick durch die offene Mitte gewährt dem Beobachter den 'Durchblick' auf die reale Landschaft dahinter und erzeugt einen bewegten 'Zoom-Effekt'. Der Fokus liegt dabei auf der Schnittstelle zu einer inneren und äusseren Welt. In ihrem Äußeren sind die 3 Formteile verwandt. Sie unterscheiden sich hauptsächlich nur durch eine individuelle Farbgestaltung. Dieses Element der Ähnlichkeit und Wiederholung war mir wichtig. Der Alltag eines Kontrollzentrums ist doch besetzt mit Wiederholung, Lastwagen um Lastwagen, Kontrolle um Kontrolle und trotzdem ist jeder Ablauf, jeder Lastwagen individuell.

Das Profil der Skulptur wird mit jeweils 6 unterschiedlichen, spiralförmigen Farbstreifen bemalt und bildet eine eigenständige Komposition. Der schlaufenartige Farbaufbau lässt sich leicht als Symbol für ein Strassenbahnnetz oder als abstraktes Verkehrszeichen interpretieren. Die spiralförmige, mehrfarbige Gliederung wiederspiegelt die breite Farbenvielfalt der Lastwagen.

Maria Zgraggen